Zwischen Nil und Ruwenzori

Drei Doppelseiten Reisebericht Unterwegs am westlichen Arm des Rift Valley
in: 360° Afrika – Die Rundum-Perspektive für Reisen, Natur und Gesellschaft; Ausgabe 02/2018



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Bahir Dar & der Tana-See

Die Region um Bahir Dar (1880 m), am Tana-See im Nordosten Äthiopiens gelegen, wird auch als die „Toskana“ Äthiopiens bezeichnet aufgrund des warmen Klimas und der idyllischen Lage am Südende des größten Sees des Landes. Etwa 170.000 Einwohner leben hier vom – inländischen wie ausländischen – Tourismus und der Landwirtschaft (Getreide, Gemüse, Früchte).
2014 wurde überall im Land gebaut im Zuge eines großangelegten Infrastruktur- und Wohnungsbauprogrammes der äthiopischen Regierung. Gerüste, Verschalungen, Stützen, alles wird aus Ästen und Stämmen gefertigt, denn die müssen nicht erst für viel Geld angeschafft werden. Illegale Rodung ist folglich auch eines der großen Probleme im Land.
Nikon D3200; Tamron 70-300mm, F 4-5,6; 300(450)mm; F 13; 1/125 sec.; ISO 100







Die Klosterfestung von Uhra Kidane Mehret wurde im 17. Jahrhundert gegründet und diente in Kriegszeiten als Flucht- und Trutzburg. Die Malereien im Inneren der Kirche, die zu den farbenprächtigsten Äthiopiens gehören, stammen vom Ende des 19. Jahrhunderts. Die Geschichte vom Leben Jesu ist hier ebenso dargestellt wie die Legenden von Heiligen – oder auch des Menschenfressers Belay.









Restaurator sowie Reliquien- und Ikonenmalermaler in Personalunion: auf der Halbinsel Zeghie, Standort der heiligen Klosterkirche Uhra Kidane Mehret, in der Bucht von Bahir Dar wird die Kunst der religiösen Malerei von Generation zu Generation weitergegeben, früher hauptsächlich zum Erhalt der – besonders in Uhra Kidane Mehret – farbenprächtigen, opulenten und zum Teil Jahrhunderte alten Wandmalereien. Heute dienen die Bilder auch dem Verkauf an Touristen.