Gambella

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d/e

Die Stadt Gambella und die gleichnamige Region sind selbst im Vielvölkerstaat Äthiopien Besonderheiten, haben sie doch mit dem Rest des Landes, besonders der dominanten Hochlandkultur, nur wenig zu tun. Eher schon mit dem benachbarten Südsudan, dessen Grenze nicht weit von der Stadt entfernt liegt. Die wurde 1907 von den Engländern als Hafen am Baro-Fluss errichtet, der der einzige schiffbare Fluss Äthiopiens ist und im Südsudan in den Blauen Nil mündet. Dadurch ist es möglich, mit dem Schiff von Gambella bis nach Khartoum im Sudan zu reisen. Das hatten sowohl die Engländer als auch die Äthiopier nutzen wollen, um Güter aus dem Hochland, allen voran Kaffee, exportieren zu können, weshalb der äthiopische Herrscher den Engländern den Zugang zum Fluss garantierte. Allerdings ist der Hafen mittlerweile seit vielen Jahrzehnten außer Dienst und wird es in Anbetracht des Bürgerkriegs im Südsudan auch weiterhin bleiben.

The city of Gambella as well as the eponymous region are oddities in Ethiopia, lacking the significant features of the rest of the country, especially the highland culture. The region is more linked to South Sudan because of the nearby border. The city has been established by Britain in 1907 as a port at Baro river, the only navigable river in Ethiopia, flowing into the Blue Nile in South Sudan. Therefore, it is possible to travel from Gambella as far as Khartoum in Sudan. The British as well as the Ethiopians wanted to benefit from this possibility by exporting all kinds of goods, coffee in particular, to the rest of the world, and that is why the Ethiopian emperor granted the British the use of a small patch of land at Baro river. However, the port has been out of commission for decades now, and due to the civil war in South Sudan, it will stay that way. Weiterlesen