Buggala Island, a place of retreat I – Buggala, ein Rückzugsort I

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From Kalinzu Forest, we caught a minibus to the east, to Mbarara where we had to change transport and took a big bus eastward on to Masaka near the shore of Lake Victoria. After the delicious Friday night BBQ buffet at the Frikadellen, a Danish-run eatery linked to the NGO Childcare Denmark, and a night at the Vienna Golden Hotel in Masaka (we couldn´t figure out why the hell this is called Vienna), we tried to take a minibus to Buggala Island, the largest island of the Ssese Archipelago which comprises 84 islands just off shore on Lake Victoria. There is a free ferry service commuting all day between the mainland east of Masaka and the western tip of Buggala Island, covering the three or four kilometres in around 40 minutes.

Ferry nap – Fähren-Schläfchen

Ssese Island Beach Hotel

Ssese Island Beach Hotel

Ssese Island Beach Hotel

Ssese Island Beach Hotel

Joyce Kikomeko, owner of the / Inhaberin des Ssese Island Beach Hotel

Again, it was the transport part that turned out to be extremely nerve-racking. We spent the whole morning waiting for the worn-down minibus to fill up, arriving at the taxi park around nine and still sitting there at noon. Unfortunately, to fill up doesn´t mean one passenger per seat rather than as many as possible. But if the minibus is already jammed (from a European point of view) and you are still waiting for one or two hours for one more to stuff in, Europeans start to calculate. If they would go without the last three which would still bring them 1.5 passengers per seat, they would be able to do two trips in one day – going there and back. There are several minibuses covering this route on a daily basis, so there must be enough potential passengers. Wouldn´t they still earn more if going twice a day with fewer passengers? And wouldn´t that be better for the vehicle?




I can stand a great deal of stupidity, but when directly affected by other people´s simple-mindedness I can sometimes lose my temper. I must admit that this was one of those situations. The woman sitting next to us said “This is Africa” like this would be a question of cultural differences, and that was when I heard myself uttering “But that shouldn´t mean being stupid” in a rather edgy tone and switching to my serial killer face. Soon after that, we finally started to move. Maybe, they have noticed that we had left the fun zone a long time ago. Fortunately, we weren´t the only ones being completely pissed. There were some young men, probably students on their way home for the weekend, showing solidarity and conspiratorially smiling at the annoyed Mzungu.





The dirt track to Lake Victoria was challenging with neatly placed potholes, and the spiderweb of cracks in the front window bore witness to the skills of the driver. He seemed to have the ambition to hit every single one of them while I was observing the constant growth of the cracks. Then, there came heavy rain that reduced the visibility to zero, but no need to stop. When the guys in the front started stabilizing the front window with their hands, a big smile entered my face and I just thought: This is Africa!





From the ferry landing site at Luku, we crossed the island from west to east which took us another hour or so, passing rainforest, small settlements as well as the palm oil plantations of Oil Palm Uganda Limited (OPUL). At Kalangala near the tiny fishing village of Lutoboka, we happened upon the owner of the Ssese Island Beach Hotel (SIBH), so we decided to stay at SIBH which turned out to be the best choice we could make. To be continued…




Vom Kalinzu-Wald nahmen wir einen Minibus Richtung Osten nach Mbarara, von wo wir mit dem großen Bus weiter ostwärts nach Masaka fuhren. Nach einem herausragend köstlichen Freitagabend-Barbecue-Büffet im Frikadellen, einem von Dänen geführten Restaurant, das Teil der NGO Childcare Denmark ist, und einer Nacht im Vienna Golden Hotel in Masaka (ich konnte bis heute nicht rausfinden, was das mit Wien zu tun hat) versuchten wir, einen Minibus nach Buggala zu nehmen, auf die größte Insel des Ssese-Archipels mit insgesamt 84 Inseln vor der ugandischen Küste am Victoriasee. Östlich von Masaka pendelt eine kostenlose Autofähre den ganzen Tag über zwischen dem Festland und der Westspitze von Buggala und legt die Strecke von drei oder vier Kilometern in gut einer halben Stunde zurück.





Es ist wieder einmal der Transport gewesen, der sich als hirnerweichend nervtötend erwies. Wir haben den gesamten Vormittag am Minibusbahnhof mit dem Warten auf weitere Passagiere verbracht, von unserer Ankunft so gegen neun bis in die Mittagsstunden. Selbstverständlich muss so ein Minibus bis auf den letzten Kubikzentimeter vollgestopft werden, wann er denn aber so richtig voll ist, darüber gehen die Meinungen, auch unter den Minibusfahrern, durchaus auseinander. Aber wenn ein Minibus (aus europäischer Sicht) bereits zum Bersten voll ist, und trotzdem noch eine weitere Stunde auf nur einen weiteren Passagier gewartet wird, dann beginnt der Europäer zu rechnen. Würden sie auf die letzten drei Passagiere verzichten, kämen sie immer noch auf 1,5 Passagiere pro Sitz, aber sie könnten zwei Fahrten am Tag machen – hin und zurück. Es verkehren gleich mehrere Minibusse auf dieser Strecke, was bedeutet, dass es auch entsprechend viele potentielle Passagiere gibt. Würden sie nicht mehr verdienen, wenn sie mit ein paar Passagieren weniger dafür zweimal pro Tag die Strecke bedienten? Und wäre das nicht auch für das Fahrzeug besser?



Lutoboka

Ich kann einiges an Dummheit ertragen, aber wenn ich direkt unter der Einfalt anderer zu leiden habe, kann ich schon mal die Nerven verlieren. Ich muss zugeben, dass das solch eine Situation gewesen ist. Die Einheimische zu meiner Linken sagte nur “This is Africa”, als ob das eine Frage kultureller Differenzen sei. Das war der Augenblick, in dem ich mich ziemlich gereizt sagen hörte “But that shouldn´t mean being stupid” und mein Serienkiller-Gesicht aufsetzte. Kurz darauf ging es endlich los, vielleicht, weil sie bemerkten, dass wir die Spaß-Zone längst verlassen hatten. Glücklicherweise waren wir nicht die einzigen, die inzwischen einen gesunden Hass auf Fahrer, Conductor und Co. entwickelt hatten. Ein paar junge Männer, wahrscheinlich Studenten auf dem Weg nach Hause übers Wochenende, zeigten sich solidarisch und lächelten dem grimmigen Mzungu ermunternd zu.

The remains of John Speke´s Fort – Die Überreste von John Spekes Fort

The remains of John Speke´s Fort – Die Überreste von John Spekes Fort

Die Piste bis zum Victoriasee hatte ihre Tücken in Form zahlloser, schön über die gesamte Breite der Trasse verteilter Schlaglöcher, und die riesigen, sich netzförmig verästelnden Risse in der Frontscheibe zeugten von den begrenzten Künsten unseres Fahrers. Während ich beobachtete, wie diese Risse kontinuierlich wuchsen, hatte er tatsächlich den Ehrgeiz, jedes einzelne Schlagloch mitzunehmen. Dann kam noch ein Wolkenbruch, der die Sicht auf null begrenzte, was aber noch lange kein Grund zum Anhalten war. Als die Jungs in der vorderen Reihe irgendwann begannen, mit den Händen von innen gegen die Scheibe zu drücken, um diese zu stabilisieren, schlich sich ein breites Grinsen auf mein Gesicht, und ich dachte nur: This is Africa!





Vom Fähranleger in Luku querten wir die Insel von West nach Ost, was noch einmal mehr als eine Stunde in Anspruch nahm. Dabei ging es durch Regenwaldgebiete, vorbei an winzigen Siedlungen und den Palmöl-Plantagen von Oil Palm Uganda Limited (OPUL). In Kalangala nahe des kleinen Fischerdorfs Lutoboka trafen wir zufällig den Besitzer des Ssese Island Beach Hotel (SIBH), also entschieden wir, dort zu bleiben, was sich als die bestmögliche Wahl herausstellen sollte. Fortsetzung folgt…

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6 Kommentare zu “Buggala Island, a place of retreat I – Buggala, ein Rückzugsort I

  1. afrikafrau sagt:

    beeindruckende,bleibende Eindrücke, ja this is africa,really…….

  2. NympheImGemüsegarten sagt:

    Wow. Tolle Bilder. Insbesondere der Sternenhimmel.

  3. kutabu sagt:

    Tolle Fotos! Und Du hast amüsant geschrieben, danke dafür 🙂

  4. […] Last July, it was different. We had already had contact with the lake flies on our first evening on Buggala Island (Pt. II), where we had to eat inside because of huge swarms being attracted by the outdoor lighting […]

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