Finally Gulu – Endlich Gulu

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We had planned to visit Gulu five years ago but back then, it had been a matter of time to decide either to visit Gulu or to climb Mount Elgon in the east. We have had some setbacks when it came to visiting Uganda’s unique nature reserves. Often, it was only possible to reach a national park at great expense and with the utmost effort, paying hundreds and hundreds of Dollars only for permits, entrance fees and the transport to the park. As a compensation, we had decided to not visit Gulu and climb Mount Elgon instead.

This year, we have finally made it to Gulu instead of just passing by. Gulu is a town with a population of approximately around 150.000 people, predominantly Acholi. Many people from the north had sought refuge in the IDP (internally displaced people) camps in Gulu during the years of LRA atrocities. Up to 15.000 children had fled into town every evening to sleep protected by the Ugandan army UPDF.

Today, Gulu is the most important economic hub in northern Uganda and a centre of various NGO activities. Compared to other Ugandan towns, Gulu seems to be quite crowded with Mzungus, creating a NGO as well as a volunteer atmosphere. There is a broad selection of accommodation and eateries, including mildly exotic places like The Iron Donkey, a bakery/café which is obviously a domain of NGO-Mzungus, or the Abyssinia Ethiopian Restaurant. There are clubs, restaurants, bars and even some Skateboarders circling the buzzy town centre. But Gulu district is also the place of a massive Ebola outbreak in the year 2000. 224 people died back then.

The supply situation is good in Gulu because of its setting right at the junction to Kampala to the south, Kitgum to the northeast, Pakwach and Arua to the west and the border to South Sudan to the north. But people there are poor, being neglected by the government like the rest of the north. It is a common thing to see people sleeping on the junkyard or on the sidewalk, in unfinished buildings and in sheds of corrugated sheet metal, with Posho, maize porridge being their main staple food, and kids doing their homework by candlelight or with a torch.



Schon vor fünf Jahren hatten wir geplant, Gulu einen Besuch abzustatten, aber am Ende ist es Zeitmangel gewesen, weshalb wir uns für eine Besteigung des Mount Elgon im Osten des Landes entschieden hatten. Wir hatten nämlich einige Rückschläge hinsichtlich der Besuche in Ugandas einzigartigen Naturschutzgebieten zu verkraften. Denn zumeist ist der Besuch eines Nationalparks mit großem Aufwand und üppigem Budget verbunden, weil allein für Genehmigungen, Eintrittsgebühren und den Transport zum Park zum Teil Hunderte Dollar eingeplant werden müssen. Quasi zur Kompensation hatten wir deshalb am Ende unserer ersten Uganda-Reise auf einen Besuch Gulus verzichtet und waren lieber auf den Mount Elgon gekraxelt.

Dieses Jahr haben wir es nun endlich geschafft, Gulu zu besuchen. Gulu hat ungefähr 150.000 Einwohner, die meisten davon Acholi. In den Zeiten der LRA-Verbrechen waren viele Menschen aus dem Norden nach Gulu gekommen, um Schutz in den IDP-Camps (für Binnenflüchtlinge) zu suchen. Und jeden Abend waren etwa 15.000 Kinder aus der Umgebung zum Schlafen in die Stadt gewandert, um sich, geschützt von der ugandischen Armee, dem Zugriff der LRA zu entziehen.

Heute ist Gulu der wichtigste Wirtschaftsstandort im Norden und darüber hinaus Basis für zahllose Nichtregierungsorganisationen (NGO). Verglichen mit anderen ugandischen Städten wirkt Gulu denn auch geradezu überlaufen mit Mzungus, die eine NGO- und Volontariatsatmosphäre erzeugen. Es gibt eine breite Auswahl an Unterkünften und Restaurants, unter denen sich sogar leidlich exotische Plätze wie The Iron Donkey, ein/e Bäckerei/Café dominiert von NGO-Mzungus, oder das Abyssinia Ethiopian Restaurant finden. Es gibt Clubs, Restaurants, Bars und sogar ein paar Skateboarder, die auf ihren Brettern das lebhafte Stadtzentrum umkreisen. Darüber hinaus ist der Distrikt Gulu der Ort eines massiven Ebola-Ausbruchs im Jahr 2000, dem insgesamt 224 Menschen zum Opfer fielen.

Da Gulu an der Kreuzung der Straßen von Kampala im Südosten, Kitgum im Nordosten, Pakwach und Arua im Westen sowie der südsudanesischen Grenze im Norden liegt, ist die Versorgungslage dort heute ziemlich gut. Dennoch sind die Menschen arm, noch immer sträflichst vernachlässigt von der Regierung in Kampala. Menschen, die auf dem Schrottplatz oder auf dem Bürgersteig, in Bauruinen oder in Wellblechhütten schlafen, sind ein alltäglicher Anblick. Ihr Hauptnahrungsmittel ist Posho, Maisbrei, und die Kinder erledigen ihre Hausaufgaben im Licht einer Kerze oder Taschenlampe.

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