Samfya und der Bangweulu-See – Samfya and Lake Bangweulu

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Gesang & Tanz - Dancing & chanting, Chilubi Island

Gesang & Tanz – Dancing & chanting, Chilubi Island

Auf dem Weg Richtung Norden sind Samfya, der Bangweulu-See und die gleichnamigen Sümpfe das Tor zu einem touristisch nahezu unerschlossenen Teil Sambias. Samfya ist ein verschlafener Ort mit etwa 20.000 Einwohnern und damit auch der größte am See. Dieser ist mit starken jahreszeitlichen Schwankungen etwa 40 x 80 Kilometer groß, aber die Sümpfe, die vor allem im Süden und Westen anschließen, sind noch bedeutend größer. Die Sümpfe sind vor allem berühmt für die immer noch starken, jedoch rasant schrumpfenden Bestände an Moorantilopen, Sitatungas, Schnuhschnabelstörchen und vielen anderen bedrohten Tierarten. Die Sümpfe nennen auch die halbnomadischen Bisa, die hauptsächlich vom Fischfang, aber temporär auch vom Ackerbau leben, ihre Heimat.

Am Strand von Samfya - At Samfya beach

Am Strand von Samfya – At Samfya beach

Die Gans vom Bangweulu See - Bangweulu goose

Die Gans vom Bangweulu See – Bangweulu goose

Twin Star Guest House, Samfya

Twin Star Guest House, Samfya

Der See dagegen ist berühmt für seine traumhaften Strände (bei Samfya), seinen Fisch sowie für Krokodile und Bilharziose. Von den drei Inseln Mbabala, Chishi und Chilubi Island, die Samfya gegenüberliegen, ist Chilubi die größte. Die Bootsfahrt dorthin dauert gut und gerne drei Stunden und ist bislang die einzige Verbindung der Tausenden Bewohner der Insel zum Festland.
Doch das soll sich mithilfe chinesischer Bauunternehmen nun ändern! Diese bauen nämlich derzeit, so sagte man uns, an einer Straße, die von der Ortschaft Chaba im Norden kommend die Sümpfe durchqueren und Muchinchi, den größten Ort der Insel, mit der Außenwelt verbinden soll. Dementsprechend zufrieden und enthusiastisch standen Chilubis Bewohner im Wahlkampf Ende Juli, als wir die Insel besuchten, hinter Edgar Lungu, dem inzwischen wiedergewählten Präsidenten. Dieser wird sicherlich dereinst in die sambischen Geschichtsbücher eingehen für Straßenbau, Staatsverschuldung und dafür, dass er eine Wahl gewonnen hat.
Die Menschen auf den Inseln leben wie die Einwohner Samfyas hauptsächlich vom Fischfang und der Landwirtschaft. Tourismus spielt derzeit leider keine Rolle, obwohl die Landschaft kaum idyllischer sein könnte und sogar Pensionen, ein Hotel und Gästehäuser in verschiedenenen Preisklassen zur Verfügung stehen.

Fischer auf dem Bangweulu See - Fisher on Lake Bangweulu

Fischer auf dem Bangweulu See – Fisher on Lake Bangweulu

Rettungsweste gegen Krokodile - Life vest against crocodiles

Rettungsweste gegen Krokodile – Life vest against crocodiles

On the way to the north Samfya, Lake Bangweulu and the eponymous swamps are the gate to a, tourism-wise, completely undeveloped part of Zambia. Samfya is a sleepy little town with estimated 20.000 residents. It is the biggest village around the lake, which is 40 x 60 kilometers wide with seasonal variations, but the swamps attached to its southern and western shores are even bigger. They are still famous for vast numbers of Black Lechwe, Sitatungas, Shoebill Storks and other threatened wildlife, but the populations are dwindling. The swamps are also home to local Bisa people, who are living a semi-nomadic life between fishing in the swamps and farming during dry season.

Probe vor dem Gottesdienst - Rehearsal before church service

Probe vor dem Gottesdienst – Rehearsal before church service

Ein Lehrer (l.) auf Chilubi Island & ein leicht angetrunkener Bootsführer - Teacher (l.) on Chilubi Island & a slightly drunk boatsman

Ein Lehrer (l.) auf Chilubi Island & ein leicht angetrunkener Bootsführer – Teacher (l.) on Chilubi Island & a slightly drunk boatsman

The lake itself is famous for white sandy beaches, excellent fish as well as crocodiles and bilharzia. Of the three islands Mbabala, Chishi and Chilubi, opposite to Samfya, the latter is the biggest. A boat ride to Chilubi Island takes at least three hours and it is the only connection to the outside world for thousands islanders.
This is going to change right now. A Chinese company is building a road coming from the north from the village of Chaba, cutting through the swampland, linking the biggest village Muchinchi to the rest of Zambia. That was the reason, why the islanders have been quite satisfied with the government, enthusiastically backing Edgar Lungu, by that time the re-elected President of Zambia, during presidential election campaign late in July. He is going to be the President entering the history books by building roads, raising the national debt and actually winning an election.
The islanders as well as Samfya residents make a living with fishing and farming. Tourism is barely existent, even though the landscape is fairly quaint and there is some accommodation like a hotel and guest houses to choose from.

Chilubi Island

Muchinchi, Chilubi Island

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Ein Kommentar zu “Samfya und der Bangweulu-See – Samfya and Lake Bangweulu

  1. […] Strand von Samfya am Bangweulu See trafen wir eine Gruppe Erstklässler, die sich gut eine Woche vor den Ferien auf einem Schulausflug […]

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