Notruf Äthiopien – Ethiopia emergency call

Pflug, Ochsen, Mensch - Plow, oxen, man, Near Wukro, EthiopiaWährend die Welt auf das Gemetzel der islamistischen Irren im Nahen Osten blickt und darüber nachdenkt, wieviel dümmer, degenerierter und unmenschlicher man noch sein kann, um bloß nichts vom eigenen Wohlstand abgeben zu müssen, bzw. um sich nicht mit den komplexen Gründen, warum man selbst zu den Verlierern des globalisierten Blitzkrieg-Kapitalismus gehört, beschäftigen zu müssen und sich lieber „leichte Opfer“ in Gestalt der Flüchtlinge sucht (es könnte auch jede andere Minderheit sein), spielt sich im Süden und am Horn von Afrika eine beispiellose Tragödie ab, die etwa in Äthiopien die Ausmaße der Hungersnot in den 80ern bei weitem übertrifft. Zwischen 10 und 20 Millionen Menschen sind bereits von der Hungersnot betroffen (siehe Welthungerhilfe). Das Bild wurde 2014 während der ersten ausbleibenden Regenzeit nahe Adigrat in der Provinz Tigray aufgenommen, wo sich inzwischen auch das letzte Feld in Staub verwandelt hat und die Menschen mit Nahrungsmittelspenden versorgt werden müssen.

While the public spotlight is on massacres committed by those islamistic morons in the Arabic world, while some people are struggling to behave even dumber, more degenerated and inhuman in order to not have to share their wealth, while others are not willing to use their brains to think about the complex reasons for themselves being collateral damages of globalized Blitzkrieg-capitalisms and using refugees as scapegoats instead (it could be any other minority), there´s a biblical tragedy going on in southern Africa and at the Horn of Africa. In Ethiopia famine is far worse than in the 80s, threatening between 10 and 20 millions of people (see Washington Post). This picture has been taken during the first absent rain season in 2014 near Adigrat in northern province of Tigray, where the last fields have now turned to dust and people are supplied through NGOs with donated food.

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6 Kommentare zu “Notruf Äthiopien – Ethiopia emergency call

  1. Es gibt mittlerweile so viele derartige Probleme auf der Welt, dass man sie gar nicht mehr alle aufzählen kann. Schade ist, dass sich zu wenige Menschen wirklich damit auseinander setzen wollen. Lieber beschweren sie sich über ihr gutes im Gegensatz zu Anderer Leben. Es fängt aber im Kleinen schon an, dass gutes und umweltverträgliches Essen zu Preisen angeboten wird, was sich unsere in der am unteren Rand der Schere lebenden Menschen gar nicht mehr leisten können. Mal abgesehen vom Elektromüll, der wissentlich aus Konsumzwecken und zum Wohle der Unternehmen produziert wird. Natürlich haben wir hier im reichen Land auch ein Zirkelproblem, doch nicht vergleichbar. Nur was soll man tun? Ich stelle mir immer wieder diese Frage. Reicht es, ein Patenkind in Afrika zu unterstützen, Co2-verträglich einzukaufen soweit vertretbar und die Bauern im Umland zu unterstützen usw. Beantworten kann ich mir diese Frage bis heute nicht ausreichend. Schöner Beitrag!

    • docugraphy sagt:

      Vielen Dank! Ja, es ist verdammt schwierig und komplex. Ich denke, bewusst zu leben, anderen gegenüber human zu bleiben und zu helfen, wo das möglich ist, ist das, was ein Einzelner leisten kann/sollte. Diesen Kapitalismus aber kann keiner von uns allein aufhalten, und ich bin mir inzwischen nicht mal mehr sicher, ob das überhaupt noch möglich ist.

  2. afrikafrau sagt:

    Dein Nachdenken darüber, daß wir bei uns selbst beginnen sollten und die
    anderen Menschen darüber nicht vergessen. Denke,daß vieles möglich ist,
    wenn wir nicht auf einer egoistischen “ Insel der Glückseligen“ was wir ja nicht
    wirklich sind, leben möchten. Wir alle tragen Verantwortung und nicht nur der
    andere. Anpacken, da wo es möglich ist, jeder einzelne von uns. (wir haben auch Kinder!) Reden darüber ja und im Kleinen etwas tun.Immer wieder daran
    erinnern. Besten Dank.

  3. Es ist leider immer so, eine Katastrophe ist vorbei sobald eine an anderer Stelle von den Medien entdeckt wird. Was hört man zum Beispiel noch von Haiti, wo immer noch, trotz vieler Hilfen, so vieles nicht funktioniert. Es ist immer wieder erschreckend und schrecklich was Menschen zerstören oder anderen Menschen antun.

  4. Wenn den Besorgten und Abendlandrettern erst einmal klar wird, dass die aktuelle Flüchtlingssituation leider erst der Anfang ist und sich absehbar ganz sicher noch viel mehr Menschen, aus ganz anderen Regionen als bisher, auf den Weg in ein vermeintlich besseres Leben machen werden, dürfte es nochmal um einiges kälter werden in Europa.
    Aber wie man aktuell sieht, lassen sich solche Probleme mit Zäunen, dem schliessen von Grenzen und schnellen Gesetzesänderungen ja relativ leicht und schnell lösen…
    Gruß
    Stefan

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