Horombe oder Weit weg – Horombe or Far away

Der Heimweg ist lang - Take the long way home

Der Heimweg ist lang – Take the long way home

Horombe (pronounced Ooroombay) plateau between Ihosy and Isalo mountains in southwestern Madagascar is set on an altitude of approximately 800 m above sea level. It´s the land of the Bara, an ethnicity of herdsmen crossing the vast plains of the plateau with their zebu cattle. Cattle theft is also an issue not to be underestimated in Bara culture. Settlements are rare and primarily found in oases along the few rivers.

Hinterm Rauchschleier die Isalo-Berge und Ranohira - Behind the smoke it´s Isalo mountains and Ranohira

Hinterm Rauchschleier die Isalo-Berge und Ranohira – Behind the smoke it´s Isalo mountains and Ranohira

Being on the plateau feels just like being on the moon, incredibly far away from everything else. In southern winter the yellow or golden color of the grass sets the tone of the image. Smoke rises regularily where the Bara set the plains on fire for giving green, fresh food for the zebu the chance to grow quicker. So there ain´t a chance for any other plant to survive.

Mangobäume markieren Flussläufe und Siedlungen - Mango trees mark the rivers and settlements

Mangobäume markieren Flussläufe und Siedlungen – Mango trees mark the rivers and settlements

Die Hochebene von Horombe (sprich: Urumbee) auf etwa 800 m Höhe liegt zwischen Ihosy und den Isalo-Bergen im Südwesten Madagaskars. Es ist das Land der Bara, einem Volk von Rinderhirten, die mit ihren Zebu-Herden über die Hochebene ziehen. Rinderdiebstahl spielt übrigens auch eine große Rolle im Leben der Bara. Siedlungen sind rar und zumeist in Oasen entlang der wenigen Flüsse zu finden.

Bäume sind eine Seltenheit auf der Hochebene - Trees are real rarities on the plateau

Bäume sind eine Seltenheit auf der Hochebene – Trees are real rarities on the plateau

Die Hochebene fühlt sich eher wie auf dem Mond gelegen an, unglaublich weit entfernt von allem anderen. Im Südwinter prägt das gelbe oder goldene, verdorrte Gras das Bild, immer wieder steigen Rauchsäulen auf, wo die Bara Brände gelegt haben, damit möglichst rasch grünes, frisches Futter für die Zebus nachwächst. Keine andere Pflanze hat da eine Chance.

Blick von der Hochebene hinab nach Ihosy - View from the plateau down on Ihosy

Blick von der Hochebene hinab nach Ihosy – View from the plateau down on Ihosy

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4 Kommentare zu “Horombe oder Weit weg – Horombe or Far away

  1. afrikafrau sagt:

    diese Menschen sind arm, nicht dumm und sehr freundlich, sie haben ausser den
    Zeburindern so gut wie nichts…leben sehr bescheiden ,,erinnere mich gerne an diese
    Menschen, die bearbeiten teilweise den Boden und mühen sich ab, etwas Gemüse
    anzupflanzen, eine schwere Arbeit in so einer Gegend, dazu benötigen sie auch die
    Zeburinder, keine Maschinen…..so war mein persönlicher Eindruck…..

    • docugraphy sagt:

      Das stimmt. Leider sind die Zebus auch Teil des Problems. Sie geben zu wenig Milch und brauchen viel zu viel Futter (z. B. im Vergleich mit afrikanischen, asiatischen oder indischen Rindern). Der Bedarf an Weideland und der hohe Bedarf an Brennstoff in Form von Holz und/oder Holzkohle führten – wie beinahe überall auf Madagaskar – zur großflächigen Rodung der Wälder. Die Konsequenz ist eine Erosion, wie ich sie noch nirgends sonst gesehen habe. Die Berge zerfallen geradezu, die meisten Flüsse aus dem Hochland sind verschlammt und tragen wertvolles Sediment ins Meer, und der fruchtbare Boden wird von Wind und Wetter davongetragen – zum Leid der Menschen. Die Hochebene von Horombe ist quasi das Endstadium dieser Entwicklung (man kann dies aber auch an vielen anderen Orten der Insel beobachten). Es ist sehr traurig.

  2. afrikafrau sagt:

    danke für diesen aufschlussreichen Beitrag…ja dies ist auch ein Teil der Wahrheit…..

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