Gondar


Die berühmte Königsstadt des 17. und 18. Jahrhunderts, Gondar, ist heute eine angenehme Mischung aus moderner Stadt und historischen Überbleibseln, darunter der berühmte Palastbezirk Gemp. Gondar hat heute knapp 230.000 Einwohner und liegt auf einer Höhe von 2300 m unweit des Simien-Gebirges. Auch in Gondar wurde 2014 überall gebaut.
Nikon D3200; Tamron 11-18mm, F 4,5-5,6; 11(16)mm; F 9; 1/200 sec.; ISO 100

Die Kirche Debre Berhan Selassie wurde als Kloster der „Dreifaltigkeit auf dem Berg des Lichts“ unter Kaiser Iyasu I. (1682-1706) gebaut und 1694 geweiht. Ursprünglich erstreckte sich das Kloster-Areal über den ganzen Hügel und schloss auch einen Glockenturm mit einer von den Holländern erworbenen Glocke mit ein. Der rechteckige Bau in Form einer aksumitischen Basilika mit Pfeilerumgang ist von starken Mauern umgeben, die 1888 das Kloster vor dem Ansturm der Mahdisten aus dem Sudan schützten. Die Malereien im Inneren gehören zu den schönsten in ganz Äthiopien und stammen aus dem 17. Jahrhundert, sind aber im 19. Jahrhundert restauriert worden.






Die Arbeiten am Gemp genannten Palastbezirk wurden unter Kaiser Fasiladas (1632-1667) begonnen und bis in die Zeit der Kaiserin Mentewab (1730-1755) fortgeführt. Auf einem Gebiet von etwa 7000 Quadratmetern Fläche, das von einer wehrhaften Mauer mit zwölf Toren umgeben ist, sind heute noch sieben größere Gebäude zu besichtigen. Auch wenn die Paläste an europäische Burgen und Schlösser erinnern, wurde beim Bau eher auf lokale Stile – mit indischen und jemenitischen Einflüssen – zurückgegriffen. Zu den Anlagen gehören die Paläste, die jeweils von einer großen Halle dominiert werden und darüber hinaus über bemerkenswert kleine Privatgemächer des Kaisers verfügen, Türme, Versorgungsbauten, Zisternen und Verwaltungsgebäude.
Der restaurierte Palast des Kaisers Fasiladas wird noch heute gelegentlich für offizielle Anlässe genutzt. Besonders Hochzeiten werden gern im Palastbezirk gefeiert.










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